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Mitgliederversammlung 2011 der Musikkapelle Otterswang und

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Freitag, den 01. Januar 2010 um 14:22 Uhr

BERICHT WEIHNACHTSKONZERT

Wenn das Orchester auch singt...

Bericht Weihnachtskonzert, Schwäbische Zeitung 31.12.2009/Ausgabe Biberach

Maßgeschneidert für ein besinnliches Weihnachtskonzert hat sich die Auswahl der Musiktitel beim Festkonzert in der St. Oswaldkirche in Otterswang präsentiert. Weltliche und geistliche Stücke fügten sich passgenau aneinander und sorgten für viel Beifall.

Gleich zu Beginn wusste Dirigent Marc Lutz die beeindruckende Akustik der Barockkirche geschickt einzusetzen: Bei "Titus" von W.A. Mozart erstrahlte die Muiskkapelle in orchestralem und homogenen Klang. Präzise solistische Passagen des Holzes und choralartige Einwürfe des Blechs, beide in stetiger Übereinstimmung mit dem Gesamtorchester, ließen eine verzauberte Klangwelt mit prachtvollem Ende stehen.

Umso schwieriger gestaltete sich die Aufgabe, den Spagat zum ruhigen, fast mysteriösen "Imagasy" von Thiemo Kraas zu schaffen. Bevor er zum Vortakt ansetzte, sog Lutz die nötige Konzertration in sich ein, schien mit geschlossenen Augen nach der richtigen Stimmung zu suchen - und den angemessenen Ton für das nächste Stück zu setzen. Kontrastreich in den Tonwelten und mit großer Emotionalität überzeugte so "Imagasy".

Das Tor zur honigsüßen Stimme von Sopran-Solistin Ingeborg Kempter öffnete "Un bel di vedremo" aus der Oper von Puccinis "Madame Butterfly". Ummäntelt vom zarten Holz, das sich in gekonnter Zurückhaltung darbot, tänzelte Kempter einerseits federleicht auf jeder Tonlage und wusste andererseits dennoch mit ihrem Stimmvolumen einen begeisternden Standpunkt im Fortissimo zu setzen.

Fiiligran und einfühlsam, mit intimen Saxofonsoli zu Beginn, bildete "Time Remembered" von Philip Sparke einen Ruhepol im Konzert. Mit rockigen Klängen und dem präzisen Rhythmusgefühl der Percussion-Gruppe fächerte die Kapelle anschließend einen großen Dynamik-Horizont bei "Euregio" von Kurt Gäble.

Am Ende waren die Zuschauer sprachlos, ja, gar stimmlos. Nachdem Sopranistin Kempter eine Solostrophe zu "Gloria in excelsis deo" von Ty Watson zum Besten gab und die Orgel einsetzte, wollten die Zuhörer selbst nicht so recht zur nächsten Strophe einsetzen. Kapellenleiter Lutz wusste zu improvisieren und reagierte: So ließ er seine Instrumentalisten spontan den Refrain singen, wenig später sprang der Funke beim Publikum über.

Fotos finden sich unter www.szon.de/lokales/biberach

 

 

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